Wildlife

Audioerkennungssystem für Wildtiere

Hintergrund

Die Erde steht vor dem sechsten Massensterben der Tierarten. [1] Diesmal wird es von Menschen verursacht. Klimawandel, Umweltverschmutzung, Zerstörung von Ökosystemen, illegale Abholzung, Wilderei und andere menschliche Aktivitäten sind dafür verantwortlich, dass es derzeit bis zu eine Million Pflanzen- und Tierarten gibt, die vom Aussterben bedroht sind [2].

Wir Menschen sind im Sinne unserer Gesundheit und unseres Wohlbefindens auf die biologische Vielfalt angewiesen, zerstören aber derzeit das Ökosystem der Erde. Folglich müssen wir die Tier- und Pflanzenwelt schützen und die Stabilität des Ökosystems auch in unserem eigenen Interesse sichern.

Einer der wesentlichen Bestandteile aller Tierschutzbemühungen ist das Verständnis des Migrationsverhaltens und der Population von Tieren. Feldbeobachtungen sind jedoch oft sehr teuer, mühsam und zu langsam für wirksame und effiziente Erhaltungsmaßnahmen. MI-Technologien können die aktuelle Situation erheblich verbessern. Darüber hinaus können sie uns bei der Bekämpfung illegaler Aktivitäten gegen Flora und Fauna unterstützen.

Vision

 

Schaffung eines Audioerkennungssystems (Hardware und Software), das automatisch die Stimmen der meisten auf der Erde lebenden Tierarten identifizieren kann und von WildtierforscherInnen, NaturschützerInnen und Naturparks angewendet werden kann, um Populationen gefährdeter Arten abzuschätzen, zu kontrollieren und zu schützen. Es kann auch angewendet werden, um bei der Bekämpfung von Wilderei und illegaler Entwaldung zu helfen (durch Identifizierung von Geräuschen menschlicher Aktivitäten wie Kettensägen-, LKW- und Gewehrgeräusche).

Erwartete Auswirkungen

Dieses System wird es ermöglichen, Forschungsstudien über das Migrationsverhalten und die Population gefährdeter Arten viel schneller und effizienter durchzuführen als mit aktuell gängigen Studienmethoden. Es wird ebenfalls zu geringeren Studienkosten führen. Darüber hinaus kann das System von Naturparks angewendet werden, um die Population der im Parkgebiet lebenden Tiere kontinuierlich zu beobachten. Im Weiteren kann es von Naturpark-Rangern angewendet werden, um illegale menschliche Aktivitäten (wie z. B. Wilderei oder Abholzung) innerhalb der Parkgrenzen schnell zu identifizieren, so dass sie zügig Gegenmaßnahmen ergreifen können.

Als Gesamtauswirkung wird das System zur Erhaltung gefährdeter Arten, der biologischen Vielfalt und des Ökosystems der Erde beitragen.

Projektphasen

  • Phase 1: Forschung und Proof-of-Concept
    Diese Phase ist der Erforschung möglicher MI-Architekturen und Algorithmen gewidmet, die ein sehr breites Spektrum von Tierstimmen verarbeiten können. Diese Phase dient als Machbarkeitsnachweis für das geplante Audioerkennungssystem für Wildtiere und liefert die wissenschaftliche Grundlage für das gesamte Projekt.

  • Phase 2: Entwicklung des Systems
    Diese Phase konzentriert sich auf die Entwicklung eines funktionierenden Prototyps des Audioerkennungssystem für Wildtiere.

  • Phase 3: Feldstudie
    Der Schwerpunkt dieser Phase liegt auf einer detaillierten Feldstudie über die Auswirkungen des von MI4People entwickelten Audioerkennungssystem für Wildtiere. Zu diesem Zweck sollte das System in mehreren Versuchsgebieten mit unterschiedlicher Zusammensetzung von Tierarten eingeführt und getestet werden.

  • Phase 4: Übergabe an die Allgemeinheit
    Wenn Phase 4 positive und wirkungsvolle Ergebnisse zeigt, wird MI4People den relevanten Softwarecode, Daten, MI-Modelle/Tools und jedes andere geistige Eigentum das während des Projekts erstellt wurde, öffentlich zugänglich machen und eine Community von EnthusiastInnen schaffen, die das System als Open-Source-Projekt pflegen und verbessern werden.

Aktueller Status

Kick-off der Phase 1.

Möglichkeiten zur Mitwirkung

 

Wir suchen derzeit nach Data Engineers, Data Scientists und Data Labelers, die bereit wären, als Freiwillige zum Projekt beizutragen.

Wir wären auch sehr dankbar für jede finanzielle Unterstützung oder Sachspenden zur Unterstützung dieser Initiative.