MI4People-Gründung, Diskussion über schädliche KI und Mondforschung mit MI


Liebe Freunde,


Endlich ist es soweit! Nach mehr als einem Jahr Vorbereitung und Planung wurde MI4People vor Kurzem als gemeinnützige Forschungseinrichtung gegründet. Wir sind sehr gespannt und können es kaum erwarten daran zu forschen, wie wir moderne Machine Intelligence (MI)-Technologien wie Advanced Analytics, künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, Deep Learning, Robotic Process Automation und Process Mining anwenden können, um die humanitären und ökologischen Probleme dieser Welt zu lösen.


Aktuell fahren wir unseren Betrieb hoch, bereiten erste Projekte vor und klären die letzten bürokratischen Feinheiten. Außerdem bauen wir unsere Präsenz in sozialen Medien wie Facebook und LinkedIn aus, um die Ideen und den Spirit von Machine Intelligence für das Gemeinwohl zu verbreiten.


Vor allem aber starten wir in der letzten Oktoberwoche mit unserem ersten Projekt! Zusammen mit unseren ersten Freiwilligen, Kira und Adil, werden wir mit der Arbeit an einem MI-basierten Bodenqualitätsbewertungssystem beginnen, das verschiedene Daten wie Satellitenbilder und Infrarotspektralmessdaten verwendet, um die wichtigsten Indikatoren für Bodenqualitäten vorherzusagen. Diese Vorhersagen und die entsprechenden Interpretationen werden für Landwirte und Landwirtinnen, insbesondere in den Entwicklungsländern, zugänglich gemacht und werden es ihnen ermöglichen, ihren Boden besser zu verstehen. Dadurch können sie bessere Entscheidungen darüber treffen, welche Pflanzen sie anbauen sollen, wie sie am besten düngen und den Boden nachhaltig und umweltschonend vor Schädlingen schützen können. Das wird zu besseren Ernteerträgen mit umweltfreundlicher Landwirtschaft und zu stabileren Lebensmittelversorgungsketten, weniger Hungersnöten und Unterernährung führen.


Folgen Sie uns, damit wir Sie über unsere Fortschritte auf dem Laufenden halten können.


Gemeinsam können wir eine bessere Welt für uns alle aufbauen!


Ihr MI4People-Team



News

Aus dem kommerziellen Bereich

Der Druck auf Facebook nimmt zu, nachdem interne Dokumente durch die ehemalige Facebook-Datenwissenschaftlerin Frances Haugen geleakt wurden. Haugen, die in einem Team arbeitete, das Hass-, Gewalt- und Fehlinformationen bekämpfte, hat Facebooks interne Untersuchungen veröffentlicht, die beweisen, dass das Unternehmen wusste, dass ihre Algorithmen nicht selten Inhalte fördern, die für einzelne Menschen und die Gesellschaft insgesamt schädlich sein können. Diese Anschuldigungen sind nicht neu, aber das aktuelle Leak hat sehr konkretere Beweise geliefert.


Facebook hat bereits leistungsstarke KI-Systeme entwickelt, um hasserfüllte Posts, Memes und Fehlinformationen zu identifizieren. Es scheint aber auch die Ergebnisse solcher Initiativen weitgehend zu ignorieren, wenn sie sich negativ auf das User-Engagement oder – technisch beschrieben – auf die Performance seiner ebenfalls KI-getriebenen Empfehlungssysteme auswirkt. Tatsächlich scheinen verschiedene KI-Systeme von Facebook – diejenigen, die auf die Gewinnsteigerung abzielen, und diejenigen, die sich um das Gemeinwohl kümmern – miteinander in Konflikt zu stehen. Derzeit gewinnen profitorientierte Systeme die Oberhand.


Bedeutung für MI für das Gemeinwohl: Während der Einsatz von Empfehlungssystemen zur Erzielung von Gewinn eine vernünftige Anwendung von MI/KI ist, sollte man dabei unbedingt sicherstellen, dass die Gesamtwirkung eines solchen Systems die Gesellschaft verbessert oder ihr zumindest nicht schadet. Das ist besonders wichtig, wenn man so viel Macht und Einfluss hat wie Facebook. Tatsächlich könnten Skandale wie das jüngste Facebook-Leak das öffentliche Vertrauen in KI untergraben und eine breite öffentliche Unterstützung für Gesetze schaffen, die Empfehlungssysteme oder KI im Allgemeinen einschränken. Dies würde nicht nur die kommerzielle Nutzung von KI beeinträchtigen, sondern auch die Anwendung von KI (und MI im Allgemeinen) für das Gemeinwohl erschweren.



Aus der Politik

Michelle Bachelet, die Hohe Kommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen, appellierte an die Mitgliedstaaten der UN, die Nutzung von KI-Systemen einzustellen, die ernsthafte Risiken für die Menschenrechte darstellen können. Ihr Aufruf wird von einem neuen Bericht des UN-Menschenrechtsrats begleitet, in dem analysiert wird, wie KI-Anwendungen das Recht der Menschen auf Privatsphäre und Bewegungsfreiheit beeinträchtigen und den Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung einschränken können.


Bachelet betonte, dass „die Macht der KI, den Menschen zu dienen, nicht zu leugnen sei, aber genauso das Potenzial von KI, Menschenrechtsverletzungen in enormem Ausmaß und unbemerkt zu fördern. Es müssen jetzt Maßnahmen ergriffen werden, um dem Einsatz von KI menschenrechtliche Leitplanken zum Wohle von uns allen zu setzen.“


Bedeutung für MI für das Gemeinwohl: Solche Aussagen und Berichte sind zwar wichtig, um auf das Thema aufmerksam zu machen und den öffentlichen Druck auf Unternehmen und Behörden zu erhöhen, sie ersetzen aber nicht konkrete und praktikable Industriestandards und klare gesetzliche Regelungen. Solche Standards und Regelungen sollten jedoch so gestaltet sein, dass sie nicht indirekt den Einsatz von KI-Technologien generell „verbieten“, sondern dazu beitragen, die Akzeptanz von KI in der breiten Bevölkerung sicherzustellen und die Power von KI-Technologien auf das menschliche Gemeinwohl fokussieren.



Aus der Wissenschaft

Forscher des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) nutzen maschinelles Lernen, um Krater auf der dunklen Seite des Mondes in weit höherer Auflösung als je zuvor zu kartieren.


Die Aufnahme von Bildern der abgeschatteten Krater des Mondes ist aufgrund des Fehlens von direktem Licht und der Bewegung der Raumfahrzeuge keine triviale Aufgabe. Als Ergebnis sind solche Bilder typischerweise voller Rauschen. Um dieses Problem zu lösen, haben MPS-Forscher maschinelles Lernen verwendet und die sogenannte HORUS (Hyper-effective nOise Removal U-net Software) entwickelt – eine Software, die in der Lage ist, das starke Rauschen zu reduzieren, das aufgrund vom schwachen Licht entsteht.


Mit HORUS erreichen die Forscher eine Auflösung von etwa 1-2 Metern pro Pixel, die fünf- bis zehnmal höher ist als die Auflösung aller bisher verfügbaren Bilder. Solche Informationen sind wichtig für die Planung zukünftiger Mondmissionen und sind von besonderer Bedeutung aufgrund des vermuteten Vorhandenseins von gefrorenem Wasser in vielen Kratern auf der dunklen Seite des Mondes.


Bedeutung für MI für das Gemeinwohl: Wenn die Menschheit den Mond besiedeln wird, wird natürlich vorkommendes Wasser eine äußerst wichtige Ressource und das Wissen über seinen Standort von entscheidender Bedeutung sein. Fortschrittliche Technologien wie HORUS können neben der Erforschung des Mondes auch in vielen anderen humanitären Projekten, bei denen eine hochauflösende Bildanalyse von Vorteil ist, angewendet werden und zeigen, wie wichtig und entscheidend MI-Technologien für die Menschheit in naher Zukunft sein werden.

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